frohleichnam st.anoniusGeschichte
Der heutige Turnverein Constantia hat seine Wurzeln im Borromäum am Byfangweg. Das Borromäum „häufig nur Borri“ genannt war zu Beginn dieser Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der katholischen Jugendbewegung von ganz Grossbasel -West. Es war der Pfarrei St. Marien an der Holbeinstrasse angeschlossen und unterstellt. Zu jenen Zeiten gab es nur ein bescheidenes Angebot an Sportmöglichkeiten und Freizeitbeschäftigungen. Um den Jungen aber trotzdem Gelegenheiten zu geselligem Beisammensein , zu Sport oder zur Weiterbildung zu bieten, bildete die Leitung des Borromäums Jugendgruppen mit den Schwerpunkten Theater, Musik, Gesang, Fechten, Sprachen und Stenographie. Zusammengefasst bildeten sie den „Katholischen Junglingsverein St. Marien“. Schon 1905(!) Wurde vom damaligen Leiter des Borromäums, Abbé Joye, eine Turnergruppe gegründet, die den Namen Constantia erhielt. Wie alle anderen Gruppen blieb auch sie dem Jünglingsverein unterstellt. Weshalb der Name Constantia wurde, lässt sich nicht mehr feststellen, aber möglicherweise konnten Begriffe wie „Beständigkeit, Beharrlichkeit“, die mit „konstant“ identisch sind, zur Namensgebung beigetragen haben. Anfangs der 20er Jahre wollten vor allem die älteren Turner selbstständig handeln und entscheiden können, und nicht mehr Mitglieder einer Untersektion des Jünglingsverein sein. Um aber nicht in konfessionell neutrale Turnvereine übertreten zu müssen, trennten sich 1922 dreizehn Turner vom Borromäum und gründeten den „Katholischen Turnverein Gross-Basel“. Dieser hielt seine Turnstunden in der Rittergass- Turnhalle ab. Mit den gleichen Argumentenlöste sich 1924 der Rest der Turngruppe vom Jünglingsverein, ging aber nicht zum KTV Gross-Basel, sondern gründete den „Katholischen Turnverein St. Marien“. Aus der einstigen Constantia- Turnergruppe sind somit zwei unabhängige Turnvereine entstanden, die aber nach wie vor der Marien-Pfarrei angehörten. Bald nach der Gründung des KTV St. Marien setzten sich Ehrenmitglied Alfons Nussbaumer senior dafür ein, die beiden Vereine wieder zusammenzubringen. Es wurde allgemein als sinnlos betrachtet, innerhalb der gleichen Pfarrei zwei Turnvereine wirken zu lassen.

fahnenweihe 1928festumzug spalentorZudem sprachen auch finanzielle Ueberlegungen für eine Zusammenlegung. Am 21. September 1turnfest lugano1927925 fand eine ausserordentliche Generalversammlung der beiden Vereine statt. Sie wurden von 33 Mitgliedern des KTV Gross-Basel besucht. e Auffassung über die Gestaltung und den Namen des neu zu gründenden Vereins gingen weit auseinander. Nach ausgiebig geführten Diskusionen stimmte die grosse Mehrheit dem Zusammenschluss zu, bestand aber auf den Namen „KTV St. Marien“. Mit diesem Zusammenschluss hatten wechselvolle und bewegte Vorgeschichte ihren guten Abschluss gefunden. Sie bildet den Ursprung unseres heutigen Vereins! Die Jahre von 1925 – 1935 Die ersten zehn Jahre waren wohl die entscheidensten in der ganzen Verreinsgeschichte. Während dieser Epoche wurden wichtige Entschlüsse gefasst wie: Namensänderung, Fahnenweihe, die Gründung der Damen- und Männerriege, Austritt aus dem Katholischen Turnverband und Eintritt in den neutralen Kantonalturnverband Basel-Stadt. Mit diesen Entscheiden wurde die Struktur des Vereins wesentlich geändert. Namenänderung 1927 Keine zwei Jahre waren seit der Vereinsgründung vergangen, als der Wunsch vorgebracht wurde, den Namen „Constantia“ aus der früheren Borri-Turnergruppe wieder zu übernehmen, und dies aus folgenden Grund: 1925 wurde mit dem Bau der Antoniuskirche begonnen. Dadurch war eine neue Pfarrgemeinde im enstehen begriffen. Der Gedanke lag nahe, im westen der Stadt nur einen einzigen katholischen Turnverein wirken zu lassen. Auf diese Weise hätte auch eine Zersplitterung der katholischen Turnerschaft vermieden werden können und es wäre beiden Pfarreien, St. Marien und St. Anton gedient gewesen. Die Geistlichkeit war damals mit diesem Vorschlag einverstanden. Dass dieser einer Turnverein aber nicht St. Marien oder St. Anton heissen konnte, sondern einen neutralen Namen tragen müsse, lag auf der Hand. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 24.6.1927 wurde wieder einmal die Namenänderung behandelt! Verschiedene Mitglieder wollten nur den Namen „Constantia“ (Also ohne das „katholisch“ davor), andere votierten für „Grossbasel West“ oder „Spalen“. Schlussendlich einigte sich die Versammlung auf den Namen „katholischer Turnverein Constatia“, dieser trat am 1.7.1927 in Kraft. to Top